Begleithundprüfung

Bei der Grunderziehung des Hundes ist der Mensch zwar Meister, Chef oder - verhaltenspsychologisch - auch der Rudelführer - im Zusammenwirken bilden sie aber ein Team. Der Begleithund zeigt eindrucksvoll, dass - Mensch und Hund - zusammengehören. Im Verlauf der Ausbildung wird auch aufgezeigt, dass andere Menschen und andere Hunde ebenfalls in die Aufgabenstellung mit eingebunden werden müssen. Dies ist für ein spannungsfreies Miteinander heute unabdingbar.

Gut erzogene Hunde und solche Hundehalter, die an einem positiven Zusammenleben mit Nicht-Hundehaltern höchst interessiert sein müssen, sind das Ergebnis, das mit der Begleithundprüfung angestrebt wird. Mit dieser Prüfung soll gezeigt werden, dass sich auch heute noch Hunde jeglicher Rasse und Art reibungslos in das tägliche Leben einfügen können. Dazu gehören besonders die Übungen im Begegnungsverkehr mit Radfahrern, Joggern und Menschengruppen. Gerade hier lässt sich der Erfolg einer Ausbildung im Hundesportverein ersehen. Die Begleithundausbildung wird flächendeckend in ganz Deutschland von Hundesportvereinen angeboten.
Hundehalter, die zu den Hundesportvereinen in die Lehrgänge kommen, bekennen sich zu ihrer Verantwortung. Sie wirken damit auch dem häufig bösartig dargestellten Negativbild des Hundes eindrucksvoll entgegen. Die Hundesportvereine beteiligen sich mit ihrer Arbeit schon lange an der Darstellung eines positiven Hundebildes. Viele Hundebesitzer erlernen hier den artgerechten Umgang mit dem Hund. Viele Hunde, die durch falsche Haltung und belastende Umwelt geschädigt sind, werden in Hundesportvereinen wieder zu liebenswerten und akzeptierten Begleitern des Menschen.

Die Begleithundprüfung ist Voraussetzung für die Schutzhund- und Fährten- hundausbildung. Darüber hinaus wird seit Dezember 2000 die Begleithundprüfung für alle Hunde der Rassen der Anlage 2 der Landeshundeverordnung NRW anerkannt im Zusammenhang mit dem Antrag auf Maulkorb- und Leinenzwang-Befreiung.

Für die Begleithundausbildung ist die Mitgliedschaft in einem Hundesportverein, der dem dhv oder VDH angeschlossen ist, erforderlich. Die Prüfung wird von einem Leistungsrichter abgenommen.

Die Prüfung unterteilt sich in zwei Hauptbereiche, erstens dem Gehorsamsteil auf der Platzanlage mit den Sparten Leinenführigkeit und Freifolge, in denen die Übungen Fuss, Sitz, Platz mit Herankommen und durchqueren einer Menschengruppe gezeigt werden müssen, und zweitens dem Aussenteil, in dem Begegnungen mit einer Menschengruppe, Fahrradfahrern, Autos, Mopeds, Joggern und anderen Hunden gezeigt werden.